UNSERE HIGHLIGHTS DES JAHRES 2021

JAHRESRÜCKBLICK DER TIB - LEIBNIZ-INFORMATIONSZENTRUM TECHNIK UND NATURWISSENSCHAFTEN UND UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK

SCHNELLEINSTIEG

LIEBE LESER:INNEN,

ob in der Bibliothek vor Ort im Kontakt mit den Nutzer:innen oder vom heimischen Schreibtisch in virtuellen Meetings, wir als TIB haben auch im zweiten Pandemiejahr die Herausforderungen gemeistert.

Aber natürlich war das Jahr 2021 für die TIB viel mehr als Corona: Da waren etwa die Berufung von Prof. Dr. Maria-Esther Vidal zur Professorin für Scientific Data Management an die Leibniz Universität Hannover, viele spannende Projekte, ein neues Design für unseren Webauftritt, die erstmals von uns vergebenen „ORKG Curation Grants“ sowie zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen.

Ihr

Sören Auer
Direktor der TIB

 

ÜBER DIE LIEBE ZUM HANDWERK UND DIE FREUDE AM AUSBILDEN IM INTERVIEW: INES THIELE

Seit 2021 ist das Buchbinderhandwerk Immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Die TIB trägt ihren Teil dazu bei, dass es das Handwerk noch gibt – sie bildet seit 1977 Buchbinder:innen aus.
Im Interview spricht Ines Thiele, Buchbindermeisterin und Leiterin der Buchbinderei der TIB, über ihre Arbeit, die Liebe zum Handwerk und die Veränderungen in den letzten Jahrzehnten in ihrem Beruf.

TIB → Vor 44 Jahren haben Sie Ihre Ausbildung zur Buchbinderin begonnen, seit zwölf Jahren leiten Sie nun die Buchbinderei der TIB und bilden dort auch aus. Wie sehr haben sich der Beruf und die Aufgaben in dieser Zeit verändert?

Thiele → Unsere Aufgabe, den Bestand der Bibliothek durch Neubindungen und Reparaturen zu sichern, hat sich bis heute nicht geändert. Auch die Arbeitsweisen sind die gleichen geblieben. Aber im Laufe der Jahre sind natürlich die Maschinen moderner und sicherer geworden. Da sind wir in der TIB auf dem neuesten Stand und konnten unsere Maschinen und Geräte immer den Anforderungen anpassen. Die Schneidemaschine hat ein Touch-Display; die Schneidprogramme können direkt abgerufen werden. Wir schreiben die Signaturen nicht mehr wie früher auf der Schreibmaschine: Der Barcode wird eingescannt, am Computer bearbeitet und von einem Thermotransfer-Drucker ausgedruckt.

Was sich sehr wohl geändert hat, sind die Materialien. Verschiedene Bezugspapiere werden heute nicht mehr hergestellt und von der ehemals großen Farbpalette gibt es nur noch drei Farben: Schwarz, Grau und Beige. Das Textpapier ist heute beschichtet, sodass die Seiten der Bücher Flüssigkeiten nicht so schnell aufnehmen – prinzipiell eine gute Eigenschaft. Aber ein Nachteil für uns: Die Seiten nehmen auch den Leim schlechter an. Wir müssen jetzt bei den meisten Büchern die Rücken aufrauen, um die Oberfläche zu vergrößern, damit der Leim besser anhaftet und die Seiten halten können. Trotz dieser Veränderungen ist der Alltag eines Handwerksbuchbinders heute immer noch vergleichbar mit dem vor 100 Jahren.

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STARTSCHUSS FÜR DREI NEUE OPEN-ACCESS-PROJEKTE TIB ERHÄLT FÖRDERUNG FÜR VORHABEN ZUR BESCHLEUNIGUNG DER OPEN-ACCESS-TRANSFORMATION

Open Access, der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, ist eine Voraussetzung für schnellen wissenschaftlichen Fortschritt. Die meisten Forschenden, wissenschaftlichen Einrichtungen und Förderer sind sich einig: Open Access sollte der Normalzustand des wissenschaftlichen Publizierens sein. Der Weg dorthin ist jedoch noch weit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb Projekte, die die Open-Access-Transformation beschleunigen.

Drei von der TIB und verschiedenen Partner:innen eingereichte Vorhaben werden vom BMBF gefördert, um zum Wandel des Publikationswesens beizutragen: der Empfehlungsservice B!SON für qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschriften, das Projekt KOALA für gemeinschaftliche Lösungen zur Open-Access-Finanzierung und OPTIMETA zu Stärkung des Open-Access-Publikationssystems durch die Einbindung offener Zitationen und Geoinformationen.

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SPEED DATING MIT DER WISSENSCHAFT WER NICHT FRAGT, BLEIBT DUMM – EXPERT:INNEN GEBEN ANTWORTEN

Beim virtuellen Gesprächsformat „Book a Scientist“ können Interessierte sich 25 Minuten lang mit einer Expertin oder einem Experten der Leibniz-Gemeinschaft austauschen und alles fragen, was sie schon immer zu einem bestimmten Thema wissen wollten.

Mehr als 150 Wissenschaftler:innen sind beim Speed Dating mit der Wissenschaft dabei, darunter fünf Expert:innen der TIB. Sie beantworten Fragen zu wissenschaftlichen Videos, offenen und freien Bildungsmaterialien, digitalen Bildungszertifikaten, offener Wisschenschaft und vielem mehr.

DIGITALER ORT NIEDERSACHSEN 2021

Der Beratungsservice Forschungsdatenmanagement und das Datenrepositorium der Leibniz Universität Hannover (LUH) erhalten die Auszeichnung „Digitaler Ort Niedersachsen 2021“. Damit ehrt das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung Initiativen, Projekte oder Einrichtungen, die aktiv zum digitalen Wandel in Niedersachsen beitragen. Die TIB arbeitet bereits seit Längerem einrichtungsübergreifend mit der LUH im Bereich Forschungsdatenmanagement zusammen: ein Team aus Kolleg:innen der TIB und der LUH hat in dieser Zeit verschiedene Dienste für den Umgang mit Forschungsdaten aufgebaut.

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5
STANDORTE
25.687
AKTIVE NUTZER:INNEN
325
SCHULUNGEN
MIT 6.604 TEILNEHMENDEN

FORSCHUNGSDATEN DATENSCHÄTZE FÜR DIE FORSCHUNG SYSTEMATISCH ERSCHLIESSEN UND NUTZBAR MACHEN

In jeder wissenschaftlichen Disziplin entstehen Daten – durch Befragungen, Experimente, Messungen oder die Auswertung historischer Quellen. Diese Forschungsdaten können ganz verschiedene Formen haben: Tabellen, Textdokumente, Fotografien, Videos, Datenbanken und vieles mehr. Sie sind eine wertvolle Ressource für die Wissenschaft. Denn offene und frei zugängliche Daten sind wahre Datenschätze. Sie können von anderen Forschenden genutzt werden, machen Forschungsergebnisse transparent und nachvollziehbar und sparen sehr viel Geld, Zeit und Arbeit.

Die TIB engagiert sich seit vielen Jahren in diesem Bereich, um weltweite Standards zu definieren. Zum Beispiel bei der Vergabe von Digital Object Identifiern (DOI), eindeutigen Identifikatoren für Forschungsdaten. Und das mit Erfolg: Denn was die ISBN für Bücher ist, ist der DOI inzwischen für Forschungsdaten und andere digitale Objekte.

 

 

 

FORSCHUNGSDATEN IN ZAHLEN

→ insgesamt von DataCite vergebene DOI-Namen: 35,9 Mio. 
→ 2021 von DataCite vergebene DOI-Namen: 5,9 Mio.
→ davon vom TIB DOI Konsortium registrierte DOIs: 133.794  
→ Konsortialmitglieder im TIB DOI Konsortium: 112

WAS, WENN ... ... WIR DIE BUNTE THEMENVIELFALT DER TIB KURZ UND KNAPP VORSTELLEN?

Genau das macht die TIB mit dem neuen Format „WAS, WENN ...?“

Unter waswenn.tib.eu gibt es kurze Einleitungen zu verschiedenen TIB-Themen: angefangen beim verbesserten Wissensaustausch durch Wissensgraphen über die Bedeutung von Big Data in der Medizin und Datenschätze in der Forschung bis hin zu der Frage, wie digitale Daten für die nächsten tausend Jahre zugänglich gemacht werden können.

DREI FRAGEN AN … … DR. ALEXANDER PÖCHE

Als Leiter des Referats Lizenzen ist Dr. Alexander Pöche seit 2014 an der TIB für Lizenzen verantwortlich. Was genau seine Aufgaben sind und welche Bedeutung Lizenzen für eine Bibliothek haben, erklärt er in diesem Interview.

 

 

TIB → Für Bibliotheken spielen Lizenzen eine besondere Rolle, denn neben den tausenden Büchern im Regal gibt es immer mehr Datenbanken, elektronische Zeitschriften und E-Books. Verraten Sie uns doch, was diese Medien mit dem Thema Lizenzen zu tun haben.

Pöche → Wenn man ein gedrucktes Buch oder eine gedruckte Zeitschrift kauft, ist von vornherein klar geregelt, was man damit als Bibliothek machen darf. Bei elektronischen Medien sieht das hingegen anders aus. Hier erwirbt man in erster Linie Nutzungsrechte und diese müssen in einer Lizenz – also einer Vereinbarung zwischen dem Rechteinhaber, in der Regel Verlage, und der Bibliothek – bestimmt und fixiert werden.

 

TIB → Und was genau sind dabei Ihre Aufgaben, die Ihrer Kolleg:innen und der TIB?

Pöche → Die Aufgabe besteht in dem Abschluss dieser Lizenzen mit Verlagen und Fachgesellschaften. Dafür müssen wir Angebote einholen, Kosten in Relation zu eingeräumten Nutzungsrechten setzen, Verträge prüfen und natürlich auch immer wieder über Verbesserungen verhandeln. Da wir nicht nur Universitätsbibliothek, sondern auch Zentrale Fachbibliothek sind, haben wir einen ganz speziellen Bedarf hinsichtlich der Nutzungsrechte – das macht die Lizenzabschlüsse neben der schieren Menge und den vielen Anbietern aus verschiedenen Teilen der Welt so kompliziert.
Das alles macht natürlich nicht das Referat Lizenzen allein, sondern in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Teams aus dem Bereich Erwerbung und Katalogisierung.

 

TIB → Rückblickend gesehen – wie hat sich die Bedeutung von Lizenzen im Bibliotheksalltag verändert? Und noch interessanter: Wie wird sie sich in den kommenden Jahren entwickeln und welche Auswirkungen hat das auf die Arbeit der TIB?

Pöche → Print ist zumindest im Bereich der TIB-Fächer ein auslaufendes Modell. Die Anbieter setzen inzwischen oft ausschließlich auf elektronische Produkte, die Kundinnen und Kunden wünschen digitale Inhalte und auch die TIB hat eine E-Preferred-Strategie. Wir haben die Zeiten, als es eine digitale Version als Bonus zum Kauf eines Printexemplars dazu gab, schon länger hinter uns gelassen. Der Erwerbungsprozess ist dabei deutlich anspruchsvoller geworden und auch die Anforderungen an das Personal sind gestiegen. Erhöhte Komplexität gibt es auch hinsichtlich der Bereitstellung von Inhalten. Damit jede und jeder in der Bibliothek weiß, was man mit dem jeweiligen E-Book oder der elektronischen Ausgabe einer Zeitschrift machen darf, müssen die Lizenzinformationen, also die Nutzungsrechte, dokumentiert und kommuniziert werden.

 

Um noch einmal den Vergleich mit Print aufzunehmen: Wenn man 100 gedruckte Bücher kauft, gelten für alle Bücher die gleichen Nutzungsmöglichkeiten. Wenn man 100 E-Books erwirbt, kommen mit etwas Pech 100 unterschiedliche Lizenzvereinbarungen mit variierenden Nutzungsrechten dabei heraus.

Der Blick nach vorn ist extrem spannend. Die Open-Access-Transformation hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Zahl der frei verfügbaren Zeitschriften, Konferenzberichte und auch Bücher wird stetig steigen. In der Folge wird der Bedarf an Verlagslizenzen wieder sinken, wenn auch nicht ganz verschwinden. Es werden noch lange Produkte existieren, insbesondere bestimmte Arten von Datenbanken, die nicht von der Open-Access-Transformation berührt werden und weiterhin lizenziert werden müssen.

Und selbst wenn die Anzahl der Lizenzverhandlungen irgendwann abnimmt, wird es, solange es kommerzielle Anbieter gibt, einen Bedarf an Verhandlungen mit diesen geben – dann eben seltener über Lizenzen, dafür umso häufiger über Dienstleistungen im Publikationsprozess und deren Finanzierung.

Die Open-Access-Transformation oder besser das gewünschte Ergebnis des Prozesses hat natürlich nicht nur Auswirkungen auf den Lizenzbereich, sondern betrifft die TIB insgesamt. Die freie Verfügbarkeit von Fachinformationen schafft ganz neue Bedarfe bei den Forschenden, auf die die TIB mit einer stärkeren Ausrichtung auf Dienstleistungen reagieren muss

ALLES AUS EINER HAND DIE KONFERENZDIENSTLEISTUNGEN DER TIB

Mehr Sichtbarkeit für Konferenzen, Tagungen, Symposien und Workshops: Für Konferenzveranstalter:innen gibt es von der TIB ein Rundum-sorglos-Paket mit umfassenden Services. Der TIB-Konferenzaufzeichnungsdienst bietet Video-Aufzeichnungen von Konferenzbeiträgen, Video-Produktion sowie Livestreaming auf Veranstaltungen. Im TIB AV-Portal können diese und andere Vorträge dauerhaft verfügbar gemacht werden. Und auf der 2021 gestarteten Open-Access-Publikationsplattform TIB Open Publishing können wissenschaftliche Zeitschriften und Konferenzpublikationen Open Access veröffentlicht werden.

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VIDAL WIRD PROFESSORIN AN DER LEIBNIZ UNIVERSITÄT WIE DAS POTENTIAL VON DATEN FÜR DIE LÖSUNG GESELLSCHAFTLICHER HERAUSFORDERUNGEN GENUZT WERDEN KANN

Prof. Dr. Maria-Esther Vidal ist seit dem 1. August 2021 Professorin für „Scientific Data Management“ am Institut für Verteilte Systeme der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik an der Leibniz Universität Hannover (LUH).

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Sie forscht zum Datenmanagement großer Daten und zeigt, welche Möglichkeiten Datenanalysen für Medizin, Lebenswissenschaften und Industrie bietet. Bereits seit 2017 leitet die Informatikerin Prof. Dr. Maria-Esther Vidal die Forschungsgruppe „Scientific Data Management“ an der TIB und ist Mitglied des Forschungszentrums L3S der LUH.

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98
DRITTMITTELPROJEKTE
DAVON 23 EU-PROJEKTE
EINGEWORBENE DRITTMITTEL
25,3 MIO. EURO
245
PROJEKTPARTNER:INNEN

ORIGINALE SCHÜTZEN, ZUGANG ERMÖGLICHEN AUFBEREITUNG DER BEGLEITMATERIALIEN DER ENCYCLOPAEDIA CINEMATOGRAPHICA

Zur Encyclopaedia Cinematographica gehören circa 2.000 wissenschaftliche ethnologische Filme vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1980er-Jahre, die kulturelles Brauchtum wie Musik und Tanz, Religion sowie Heilkunde und vieles mehr zeigen. Zur Sammlung gehört neben den Filmen umfangreiches Begleitmaterial: 300 Aktenordner mit Redaktions- und Produktionsakten, Begleitpublikationen in mehr als 100 Aktenordnern, 3.500 lose Hefte sowie ein Fotoarchiv mit hunderten Fotos, Negativen und Dias. „Die Begleitmaterialien sind wirklich etwas Besonderes, sie enthalten sozusagen das Making-of der Filme und damit wichtige Informationen für ein besseres Verständnis der Filme. Begleitmaterialien und Filme gehören zusammen wie zwei Seiten einer Medaille“, erklärt Miriam Reiche, Restauratorin und Koordinatorin Bestandserhaltung an der TIB.

Derzeit ist die Nutzung der Begleitmaterialien nur sehr eingeschränkt möglich, da die Akten durch die jahrzehntelange nicht bestandsgerechte Aufbewahrung sehr fragil sind und nur unter strengen Auflagen eingesehen werden können. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert nun ein Projekt, das diese Materialien durch Umverpackung vor weiteren Schäden schützen soll: Sie werden „entmetallisiert“ – Büro- und Heftklammern, die das Papier schädigen, werden entfernt – und in archivgerechte Verpackungen umgebettet. „Das ist ein erster Schritt, um Forschenden diese kulturhistorisch wichtigen Materialien zugänglich zu machen“, freut sich Thomas Bähr, Leitung Bestandserhaltung und Langzeitarchivierung an der TIB.

Die Filme der Encyclopaedia Cinematographica wurden bereits digitalisiert und sind im AV-Portal der TIB verfügbar.

EIN NEUES DESIGN FÜR DEN WEBAUFTRITT DER TIB RELAUNCH MIT VERBESSERTER NAVIGATION UND EINEM MODERNEREN LAYOUT

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass die TIB sich eine neues „Gesicht“ – ein neues Corporate Design – gegeben hat. Das war 2016, zeitgleich mit der Stiftungswerdung. Nun ist des wieder soweit: der Webauftritt der TIB präsentiert sich im neuen Design. Seit 2016 ist viel passiert. Die TIB setzt bei ihrer Ausrichtung verstärkt auf Openness – auf „offene Wissenschaft“. Forschungsbereiche wurden auf- und ausgebaut, die Open-Access-Transformation schritt voran, viele neue Dienste und Angebote wie das AV-Portal, der Konferenzaufzeichnungsdienst ConRec, die Open-Access-Publikationsplattform TIB Open Publishing und das OER-Portal twillo für offene und freie Lehr- und Lernmaterialien sind entstanden oder wurden weiterentwickelt. All dies hat die TIB bei der Neugestaltung ihrer Webseite berücksichtigt.

Schauen Sie selbst: www.tib.eu

VERSTEHEN AUF KNOPFDRUCK WIE NUTZER:INNEN BEI LERNVIDEOS DIE PAUSENFUNKTION NUTZEN

Wie berechnet man den Sauerstoffgehalt von Wasser? Wie arbeitet die Europäische Union? Diese und viele weitere Fragen werden in unzähligen Videos auf verschiedenen Internet-Plattformen beantwortet, zu deren prominentesten Vertreterinnen YouTube zählt. Doch wie nutzen Menschen solche Lernvideos eigentlich? Wissenschaftler:innen des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) sowie der TIB haben in einem interdisziplinären Forschungsprojekt erste Hinweise darauf gefunden, wann und warum Nutzer:innen von Online-Videoplattformen die Pausenfunktion nutzen.

AUTHENTISCHE NUTZUNGSDATEN ALS MEILENSTEIN FÜR KÜNFTIGE FORSCHUNG

Mit authentischen Video-Nutzungsdaten des TIB AV-Portals untersuchten die Forschenden, wann und vor allem warum Nutzer:innen Lernvideos stoppen. Das Ergebnis: an besonders komplizierten Stellen sowie zwischen verschiedenen inhaltlichen Sequenzen. Die Erkenntnisse können bei der Konzeption von Lernvideos berücksichtigt werden: Durch das automatische Setzen von Pausen oder das Einblenden von Verständnisfragen an entsprechenden Stellen im Video können komplexe Inhalte für die Nutzer:innen verständlicher dargestellt werden.

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#vBIB21: DIGITALE COMMUNITYS EIN MAL IST KEIN MAL – ZWEI MAL IST EINE REIHE: TIB UND BIB SETZEN VIRTUELLE KONFERENZ FORT

Am 1. und 2. Dezember 2021 startete die zweite Ausgabe der #vBIB. Diesmal drehte sich bei der virtuellen Konferenz alles um „Digitale Communitys“. Ein kleiner Auszug aus dem Programm für die 300 Teilnehmer:innen: R. David Lankes, Professor für Bibliothekswesen an der University of Texas, sprach über „New Librarianship and Our Better Angels“. Als leidenschaftlicher Verfechter der Bibliothekar:innen thematisierte er deren Rolle in der heutigen Gesellschaft und zeigte, wie sich ihre Aufgaben in den vergangenen Jahren verändert haben und wie sie sich auch in Zukunft weiter verändern werden. Der Experte für Urheberrecht und Kommunikationsfreiheit sowie ehemalige EU-Abgeordnete Felix Reda setzte sich in einer Session mit den Rahmenbedingungen für das Handeln in digitalen Communitys auseinander und Alexander Möller von Wikimedia sprach über die Diversität weltweiter globaler Communitys bei Wikimedia.

Neu waren im zweiten Jahr der #vBIB die interaktiven Formate Speakers Corner und Tech Corner. Die Speakers Corner bot Raum für Kurzvorträge, Konzept-Ideen, Thesen, Fragen und Antworten, Diskussionen und vieles mehr rund um das Thema Digitale Communitys, bei der Tech Corner standen Webdienste, Tools, Software und Mock-ups zur Beteiligung an Communitys sowie zur Unterstützung des Community Buildings und Managements im Mittelpunkt.

Die #vBIB21 verpasst? Kein Problem! Im TIB AV-Portal gibt‘s die Beiträge zum Anschauen.

TIB-PITCH MIT DR. ANNA-LENA LORENZ WIE DIE TIB MIT DEM ORKG DIE WEITERGABE VON WISSEN REVOLUTIONIEREN WILL

Neue Formen des Wissensaustausches in der Forschung: Wissenschaftliche Arbeit wird – wie schon in den letzten Jahrhunderten – auch heute noch hauptsächlich durch Publikationen in Form von Texten kommuniziert. In Zeiten stetig steigender Publikationszahlen wird es für Forscher:innen jedoch immer schwieriger, den Überblick über die für sie relevante wissenschaftliche Literatur zu behalten. Der Open Research Knowledge Graph (ORKG) zielt darauf ab, dieses Problem zu lösen. Er beschreibt wissenschaftliche Arbeiten strukturiert und macht die eigentlichen Inhalte und nicht nur die bibliographischen Metadaten der Publikationen sowohl Menschen als auch für Maschinen lesbar und FAIR – also auffindbar (findable), zugänglich (accessible), interoperabel (interoperable) und wiederverwendbar (reusable).

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Ein großer Erfolg: Bilanz des ersten „ORKG Curation Grant“-Programms der TIB

2021 kuratierten neun Forscher:innen aus Technik und Naturwissenschaften Inhalte für den Open Research Knowledge Graph (ORKG) und trieben damit Open Science in ihrem Bereich voran.

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BILDNACHWEISE
Fotos und Illustrationen, die nicht kenntlich gemacht werden, sind Eigentum der TIB.
ILLUSTRATIONEN (alle): Jonas Hauss
VERSTEHEN AUF KNOPFDRUCK / Animation: tenor.com/intoaction
MEHR ZUR TIB  / Hintergrundbild: shutterstock/IR Stone

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